Tokyo: Übersicht

Tokyo [Tag 1] | Übersicht

Darf man von einem teuren „World Adapter Pro+“ erwarten dass er überall passt?

Nein, darf man nicht. Den mit diesem Problem fing mein Tag an. Der ach so tolle Adapter auf den ich mich verlassen hatte, passte im Japan Modus nicht in die Steckdosen. Nach einiger Recherche fand ich heraus, dass in Japan 2 Typen genutzt werden: A und B. Ersterer ist 3 polig und wird vom Adapter unterstützt, letzterer 2 polig und wird ignoriert.

Zum Glück konnte mir die Rezeption aus der Patsche helfen und hatte Adapter zum Verkauf da. Das Problem tritt anscheinend öfter auf.

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Außenmauer des Kaiserpalastes

Problem gelöst, nächster Punkt: Auf in die Stadt und erste Gebiete erkunden. Dabei gab es gleich ein weiteres Problem: Die App, welche von offizieller Stelle bereitgestellt wird, um kostenlos Wifi-Hotspots im Land zu nutzen, funktionierte nicht. Verlasst euch also am besten nicht vollständig darauf falls ihr Japan mal bereist, denn es gibt sonst nur sehr sporadisch kostenlose Möglichkeiten für Internet.

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Blick vom Park am Kaiserpalast auf Marunouchi

Nach den ganzen Problemen konnte ich allerdings endlich Tokyo entdecken. Zuerst ging es zum Kaiserlichen Palast. Dieser existiert in seiner heutigen Form erst seit 1888, da die ursprünglichen Gebäude vorher niedergebrannt wurden. Leider ist der Großteil für die Öffentlichkeit nicht einsehbar, jedoch kann man den Park vor dem Palast besichtigen. Vor allem den Kontrast zwischen den grünen und offenen Flächen zu den umgebenden Wolkenkratzern fand ich imposant. Man könnte den Palast als alte, glänzende Perle inmitten eines Großstadtdschungels bezeichnen.

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Einkaufsstraße in Marunouchi

Ganz in der Nähe befindet sich Marunouchi, ein Geschäfts- und Finanzviertel, in dem sich auch einige edlere Läden tummeln.

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Tokyo Station

Beide Orte erreicht man über die Tokyo Station, welche neben Bahn-/U-Bahnhof auch noch historisches Gebäude und Einkaufszentrum ist. Wenn man also mal Zeit beim Umsteigen hat, kann man die Vielzahl an Geschäften innerhalb des Gebäudes erkunden.

Nach diesen 3 Sehenswürdigkeiten ging es weiter zu den Hama-rikyu Gärten. Diese liegen an der Bucht und besitzen den noch einzigen, aus der Edo Periode erhaltenen Salzwasserteich. Zu finden ist hier auch die Standresidenz der ehemaligen Shogune, welche nach der Zerstörung im 2. Weltkrieg rekonstruiert wurde. Weiterhin findet man im Park noch einen Blumengarten, Tempel und etliche weitere Pflanzen und Gebäude. Der Eintritt kostet zwar 300 Yen, dies lohnt sich aber falls man Natur und die historischen Gebäude genießen kann. Neben Grillen-zirpen und Vogelgesang sieht man hier aus dem Wasser springende Fische sowie etliche Vögel und Katzen.

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IMG_20150903_152102Weiter ging es zu Fuß zum WIMG_20150903_152233orld Trade Center, welchen ich aber an einem weiteren Tag nochmals bezüglich der Aussichtsplattform besuchen werde (dann allerdings abends, wegen Nachtpanorama). Von dort aus setzte ich den Weg dann zum Zojo-ji Tempel fort, welcher der Haupttempel eines Buddhismus Zweiges ist. Berühmte Besucher waren ua. 2 US Präsidenten und natürlich ich. Dieser Tempel ist ebenfalls ein ruhiger Punk inmitten der Großstadt und auch wegen seiner Architektonik zu empfehlen.IMG_20150903_153434

Letzter Punkt meines heutigen Tagesausfluges war dann Abends der Tokyo Tower. Als ein Wahrzeichen Tokyos findet man im Inneren selbstverständlich etliche Souvenir-Shops. Das Interessanteste für mich hier war neben dem Gebäude an sich allerdings die Aussichtsplattform in der oberen Mitte sowie eine Ausstellung im Inneren.

Die Aussicht war, wie zu erwarten, sehr beeindruckend und ich konnte trotz des regnerischen Wetters fast ganz Tokyo überblicken.  Hochhäuser die z.B. in Dresden oder Berlin schon als die größten/größeren Gebäude durchgehen würden, sind hier gerade einmal der untere Durchschnitt und werden von etlichen Wolkenkratzern überboten. Eine selbst für eine Millionenmetropole beeindruckende Skyline.

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Im Turm besuchte Ich dann noch die One Piece-Austellung, welches allerdings alle nicht Anime & Manga Begeisterten kaum interessieren dürfte. Deswegen werde ich im morgigen Artikel darüber berichten, welcher sich sowieso eher den Unterhaltungsmedien widmen wird. Alle Nichtinteressenten können diesen also getrost auslassen 🙂 .

Noch kurz zu den Situationen im Berufsverkehr sei gesagt: Keiner der Berichte übertreibt. Als ich mich Abends auf den Weg nach zum Hotel machte, konnte ich in den meisten Zügen kaum ein paar Zentimeter bewegen, wenn überhaupt. Vorteil: man braucht keine Festhaltemöglichkeiten, da man auch nicht umfallen oder stolpern würde wenn man es darauf anlegt. Nachteil: Bei längeren Fahrten wird man unweigerlich in eine dünnere Form gequetscht, was einem aber den Besuch in einem Fitnessstudio erspart.

Bis demnächst

A.W.

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