Tokyo: Akihabara

Tokyo [Tag 2] Akihabara & Nakano Broadway

Hinweis: Dieser Artikel fokussiert nicht die Anime-Themen. Dazu erscheint der separate Artikel “ Tokyo: Anime“.

 

IMG_20150904_125321Für den heutigen Tag waren der Stadtteil Akihabara und der Nakano Broadway geplant. Beide thematisieren u.a. das Thema Anime & Manga in besonderem Maße, auf welches ich allerdings im gesonderten Artikel eingehe.

Nach Akihabara kommt man über den namens-gleichen Bahnhof, welcher zu den Größten in Tokyo zählt.

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Yodobashi-Akiba

Akihabara entwickelte sich nach dem 2. Weltkrieg als Menschen damit anfingen an der Bahnstrecke Elektroteile zu verkaufen. Diese Händler, welche alles mögliche für Bastler in und ihren Regalen Kisten bereithalten, gibt es auch heute noch. Trotz der stark Kommerziellen Konkurrenz scheinen sie sich noch halten zu können. Denn Akihabara ist mittlerweile nicht mehr nur von kleinen Straßenhändlern belebt, sondern International bekannt geworden als eine Art Technikstadt.

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Kopfhörerabteilung so groß wie ein Mediamarkt

In Akihabara befindet sich mittlerweile unter anderem eines der größten Elektronik-Kaufhäuser der Welt, dem Yodobashi-Akiba. Dieses der Yodobashi Kette angehörende Kaufhaus besitzt um die 10 Etagen (hatte irgendwann aufgehört zu zählen) und bietet alles von hunderten verschiedenen Staubsaugern über Massagesessel bis hin zu gigantischen 4K Fernsehern.

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Ein paar Massagestühle

Da jedes Produkt in den Unterschiedlichsten Marken und Arten vorhanden ist, kann man die Auswahl durchaus mit dem Internet gleichsetzen. Bezüglich der Elektronik bin ich mir auch sicher, dass dort teilweise mehr angeboten wird als es z.B. auf Amazon zu finden gibt.

Neben diesem Markenzeichen von Akihabara gibt es aber noch andere, seit langem ansässige Elektronikketten, welche zwar nicht ganz so extrem sind, aber immer noch mehr im Inventar haben als Deutsche Ketten wie Mediamarkt und Saturn.

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Es muss nicht nur Elektronik sein.

In Akihabara sind außerdem einige Firmen aus der Elektronik-Branche ansässig und es gibt eine gut geförderte Gründerszene.

Aber nicht nur Hardware-technisch ist das Viertel auf dem Neusten Stand, sondern auch was Software bzw. Medien angeht.

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Einer der Spielräume

Denn Akihabara gilt auch als das Unterhaltungsvirtel Tokyos. In der „Electric City“ findet man eine scheinbar endlose Anzahl an Geschäften zu Anime & Manga Merchandise, Shops die sich um das Thema Idole zentrieren und Spielhallen, in denen die Japaner an Glücksautomaten ihr Glück versuchen oder einfach nur ihre Freizeit verbringen. Seit 2001 gibt es hier auch Maid Cafés, in welchen Stadt normaler Bedienung in Maidkostümen gekleidet serviert. Meist gibt es auch noch unterschiedliche weitere Dienste bzw. Unterhaltungen wie Karaoke etc. . Da das Klientel dieser Cafés hauptsächlich sehr extreme Otakus Japanische Anime/Fantasy Fans ) sind, sollte man es sich als Tourist dreifach überlegen ob man in eines geht.

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Maidcafé (2. Etage)

Auch wenn man denken mag, in einem Solchen Elektronik & Unterhaltungsviertel treiben sich meist junge, vereinsamte Männer herum, ist dem definitiv nicht so. Ich begegnete sogar Hauptsächlich halbwegs sportlichen, gut gekleideten Menschen beider Geschlechter. Die „typischen Otakus“(dicklich, spezielle Kleidung, blass, …) gibt es in dieser Form eher selten und ich sah maximal 3 dieser Spezies. Sie scheinen somit der Extremfall zu sein, da die meisten Besucher z.B. der Animeshops durchaus auch Geschäftsleute oder Frauen sind. Generell scheinen die Japaner diese Art der Unterhaltung und des Sammelns sehr gerne zu mögen und haben auch ein Faible für Idole.IMG_20150904_163551

Nach diesem belebten und bunten Viertel ging es erst einmal wieder in die mit grau/weiß gekleideten Menschen gefüllte Bahn zum Nakano Broadway.

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Haupthalle Nakano Broadway

Nach einer halben Stunde war ich auch schon da und fing an die Gänge zur Erkunden. Der Nakano Broadway Besteht aus einer langgestreckten Halle/Gang, von welchem sich immer weitere abzweigen, sowie insgesamt 4 Etagen über diesem. Die unterste Etage, welche unter der Erde liegt, stellt eine Art Markthalle mit einigen Supermärkten da. Hier kann man alles von frischem Fleich bis zu Haushaltsmitteln kaufen. Die zweite Ebene mit dem Hauptgang steht ganz im Zeichen von Restaurants, Cafés und einzelnen Geschäften. Hier kaufte probierte ich auch Takoyaki (gebratene Teigbällchen mit Tintenfisch), wobei mich die TIntenfisch-Tentakel doch ein bisschen überaschten, da ich natürlich nichts von der Beschreibung verstehen konnte :D. Nach 2 Bällchen und der späten Erkenntnis verzehrte ich aber auch die restlichen Tentakel.

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Kreative Front eines Buchladens

Die restlichen Ebenen bestehen aus einer Mischung von Kleidungs-, Uhren-, Anime & Manga-, Elektronik und Bücherläden sowie weiteren Restaurants. Auch hier kann man also eine sehr lange Zeit mit Einkaufen oder einfach nur Anschauen und Essen verbringen.

Auch dieser tag verlief leider wieder nicht ohne Komplikationen, so wurde der Ausflug eine Zeit lang durch Starkregen unterbrochen, der Bahnverkehr kam aus unerfindlichen Gründen kurzzeitig zum erliegen und ich bekahm ebenfalls kurzzeitg einen neuen Mitbewohner.

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Uhren Geschäft, eines von vielen

Bezüglich der Bahn sei angemerkt, das die Zuständigen alle Bahnhöfe und Züge durchgängig ohne Pause auf dem Aktuellen hielten und informierten, und das während eines Stillstandes von ca. 8 Minuten. Was hier ein Desaster darstellte und sekundengenaue Information begründete, hätte bei der Deutschen Bahn, wenn überhaupt, einen ersten vagen Hinweis gerechtfertigt.

Meinen Mitbewohner werde ich unter dem Namen Joe vorstellen. Er machte es sich von mir unbemerkt in meinem Hotelzimmer bequem und viel mir erst auf als er lautstark gegen die Wand flog. Joe, die daumengroße Kakerlake, ließ sich selbst durch Lautstarke Aufforderung nicht dazu bewegen das Zimmer zu verlassen. Daraufhin versuchte ich ihn mit einer Tasse zu fangen, was aber aufgrund seiner Schnelligkeit und meiner Abneigung gegenüber Insekten in Fehlschlägen und ständigem zurück-hechten endete.

Joe beäugte mich währenddessen argwöhnisch und versuchte zu erkennen, ob ich noch intelligentere Ansätze bereithielt. Diese packte ich dann auch sogleich aus und konnte ihn mithilfe eines Mülleimers kidnappen und nach draußen bugsieren. Daraus habe ich gelernt, dass es auch in Japan leider die Gokiburo genannte Spezies gibt, welche äußerst unpassende Zimmergenossen darstellen. Joe jedenfalls trauere ich nicht nach.

Nächster Artikel sind dann einerseits „Tokio: Anime“ für die Anime Interessierten sowie der morgige Artikel über die Historie und das spirituelle von Tokyo.

Sayonara

A.W.

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